15. Dezember 2020: Knapp elf Monate ist es her, seit die spanische Beschaffungsbehörde DGAM den Vertrag für den Kauf von 24 Pilatus PC-21 Trainingsflugzeugen für die Ausbildung spanischer Militärpiloten unterzeichnet hat. Am letzten Montag ist der erste für Spanien bestimmte PC-21 in Buochs zum Erstflug gestartet.

Nach einer langen Evaluation konnte sich der Pilatus PC-21 gegen die internationale Konkurrenz durchsetzen und hat in Spanien die Ausschreibung für ein neues Trainingsflugzeug gewonnen. In der Auswahl waren die aus dem PC-9 hervorgegangene Beechcraft T-6C Texan II aus den USA, die KAI KT-1 aus Südkorea, die brasilianische Embraer Super Tucano und der Pilatus PC-21. Zuletzt sollen sich die T-6C Texan II und der PC-21 gegenübergestanden haben.

Die 24 bestellten PC-21 Turboprops werden Casa C-101 Jets ersetzen. Bei den spanischen Luftstreitkräften, der Ejército del Aire, werden die PC-21 die Bezeichnung E.27 erhalten. Pilatus liefert nicht nur die 24 Flugzeuge, sondern ein integriertes  Trainingssystem, welches auch von Pilatus entwickelte und hergestellte Simulatoren und logistische Unterstützung umfasst. Der Auftrag aus Spanien hat einen Wert von über 200 Millionen Euro.

Weniger als ein Jahr nach der Vertragsunterzeichnung ist am Vormittag des 14. Dezember der erste für die spanische Luftwaffe bestimmte PC-21, noch mit der Schweizer Registration HB-HWA, in Buochs zu seinem rund einstündigen Erstflug über der Vierwaldstättersee-Region gestartet. Bereits 2021 will Spanien mit dem Pilotentraining auf PC-21 beginnen. Inklusive dem Auftrag aus Spanien konnten seit 2006 235 PC-21 an neun Luftwaffen verkauft werden. In Europa setzen bisher die Luftwaffen der Schweiz, Frankreichs und Spaniens auf den PC-21, dazu kommen die Luftwaffen von Australien, Saudi Arabien, der Vereinigten Arabischen Emirate, Singapur, Katar und Jordanien, die britische QinetiQ fliegt zwei PC-21 in der Testpilotenausbildung. Eugen Bürgler / pd www.pilatus-aircraft.com

Der PC-21 Turboprop mit seiner modernen Avionik soll in Spanien Jet-Schulflugzeuge ersetzen. Foto Pilatus Aircraft

 

14. Dezember 2020: Der britische PC-12-Upgrade-Spezialist Super Legacy XP Limited hat den weltweit ersten Pilatus PC-12 mit einem MT47 Siebenblattpropeller ausgestattet. Das PC-12 Super Legacy-Demonstrationsflugzeug 2-FLYT ist mittlerweile vollständig zertifiziert.

Flugleistungstests fanden in Deutschland und auf den höchsten Flughäfen Europas, so in Samedan und auf dem Courchevel Altiport, statt. Der neueste Propeller von MT in Kombination mit dem Super Legacy Speed ​​Cowling bringt gemäss Angaben von Super Legacy XP signifikante Leistungsverbesserungen beim Start, beim Beschleunigen, beim Bremsweg, bei der Steig- und Reisegeschwindigkeit.

Das Herzstück des Super Legacy-Konzepts ist ein «Finnoff-Upgrade», das die Standard-PT6A-67B-Turbine durch ein neues -67P-Triebwerk ersetzt, für welches Pratt&Whitney eine Garantie von sieben Jahren gewährt. Der Super Legacy bietet damit zusätzliche 200 PS und eine leichtere Flugzeugzelle und soll den PC-12-NG in mehreren wichtigen Parametern übertreffen, wie weiter mitgeteilt wird.

Super Legacy XP Limited mit Sitz in London ist der Distributor für die einzelnen Upgrade-Komponenten, Motor, Propeller und das Skandia-Kabinengeräuschreduzierungssystem in Europa, im Nahen Osten und in Afrika. Nach über 50 Upgrades, die hauptsächlich in den USA durchgeführt werden, ist Super Legacy XP nun daran, vier PC-12 für Europa und den Mittleren Osten in 2021/2 auf den Super Legacy-Standard zu modifizieren.

Stephen Williams, Direktor von Super Legacy, sagte: «Ich bin begeistert von den Ergebnissen unseres Projekts mit MT und der Installation des Silent 7 Propeller. In Verbindung mit einem Preisschild für ein fertiges Flugzeug, das fast zwei Millionen US-Dollar unter jenem des neuesten Werks-PC-12 liegt, und einer viel kürzeren Warteliste, bietet das Super Legacy eine sinnvolle Wahl für Flugzeugkäufer, die sowohl Leistung als auch Wert suchen. Unsere Upgrade-Komponenten bieten auch überzeugende Optionen für bestehende PC-12-Besitzer aller Varianten, einschliesslich der NG, die eine verbesserte Leistung ihrer Privat- oder Geschäftsflugzeuge wünschen.»

Martin Albrecht, VP bei MT Propeller Company und Champion im Kunstflug-Test, erklärte: «Als unsere statischen Schubtests von der Skala unseres Messgeräts abfielen, wurde klar, dass die zusätzlichen Schaufeln des Silent 7 die Leistung erheblich steigern würden. Dies wurde im Flug bewiesen und die Reduzierung von Spitzengeschwindigkeit und Vibration bestätigt nun eine signifikante Verbesserung von Lärm und Komfort – daher unser Label The Silent 7“.

Super Legacy XP Limited wurde 2018 gegründet und hat seinen Sitz an den Flughäfen Denham und Biggin Hill in Grossbritannien sowie in Cannes in Südfrankreich. Als Distributor für Finnoff Aviation Products, die MT Propeller Company, die American Aviation Speed ​​Cowl, Skandia Sound Systems und Garmin Avionics arbeitet Super Legacy mit diesen Partnern zusammen, um kundenspezifische PC-12-Flugzeuge zu liefern.   hjb

Zum Werbefilm von Super Legacy XP Limited:

Super_Legacy-Film

13. Dezember Jet Aviation gab kürzlich bekannt, dass sie ihrer Charter- und Flugzeugmanagementflotte weltweit um 41 neue Flugzeuge erweitert hat. Die Erweiterung sei eine Reaktion auf zunehmende Anfragen für Charterdienste, obwohl sich der Flugverkehr 2020 auch bei Jet Aviation verlangsamt hat, teilt sie mit. Sie managt weltweit rund 300 Flugzeuge, 180 davon in den USA und Kanada.

Weil die Corona-Krise den Linienflugverkehr 2020 nahezu zum Erliegen gebracht hat, verzeichnet Jet Aviation einen deutlichen Anstieg der Nachfrage nach Flugzeugmanagement- und Charterdiensten. Nach einer Verfünffachung der Charteranfragen hat das Unternehmen seine Servicepalette erweitert, um den unterschiedlichen Anforderungen der Kunden gerecht zu werden. Flugbeschränkungen und Reiseverbote hätten aber die Flugaktivität trotz den 41 zusätzlichen Flugzeugen in der globalen Flotte relativ konstant gehalten, teilt Jet Avation weiter mit.

„Ein grosser Teil des in diesem Jahr erwirtschafteten Neugeschäfts kommt von Kunden, die neu in der Welt der privaten Luftfahrt sind“, sagt Leslie Cheshier, Vice President Owner und Charter Services USA bei Jet Aviation. „Wir sehen sowohl eine erhöhte Preissensibilität als auch ein grösseres Bedürfnis nach Flexibilität und haben als Reaktion darauf unser Serviceangebot erweitert.» Von den 41 neuen Flugzeugen sind 13 im Rahmen der Part 135-Zulassung des Unternehmens für Charterflüge von Drittanbietern verfügbar, darunter sechs Hawker 900XP, je ein Gulfstream G450 und G550, je ein Challenger 300 und 350, je ein Falcon 2000EX EASy und Falcon 2000LXS sowie eine Citation Sovereign.

„Da die breite Öffentlichkeit beginnt die Sicherheitsvorteile als auch die Kostenvorteile der Business Aviation zu erkennen, entstehen neue Kundenprofile für Einzelpersonen und Unternehmen“, fügt David Dalpiaz, Vice President Flight Services, Jet Aviation USA, hinzu. Norbert Ehrich, Vizepräsident Flight Services Europa, Mittlerer Osten und Asien, stellt ähnliche Trends fest. „Im vergangenen Jahr haben wir auf breiter Front einen deutlichen Anstieg des Flugzeugmanagements und der Charteranfragen verzeichnet, insbesondere bei Kunden, die zuvor für Langstreckenflüge in der ersten Klasse gereist sind. Kunden sehen Stabilität in Jet Aviation und schätzen unsere hohen Sicherheits- und Qualitätsstandards sowie unsere globale Reichweite sehr. “

Jet Aviation verwaltet derzeit weltweit rund 300 Flugzeuge, davon 180 in Amerika. Das Unternehmen betreibt seine globale Flugzeugmanagement- und Charterflotte ab seinen neun Betriebszentren in Burbank (Kalifornien), Chicago (Illinois), Teterboro (New Jersey) Malta, Köln, Zürich, Dubai, Hongkong und Singapur. Ihre Einrichtungen in den USA sind mit der Eröffnung eines neuen Hangars und einem neuen FBO-Terminal in Palm Beach sowie der Übernahme der FBO-Aktivitäten von Arlin in Bozeman, Montana, erheblich erweitert worden. Im Dezember wird Jet Aviation zudem ihren neuen Standort in Scottsdale eröffnen.  hjb

Jet Aviation hat kürzlich die branchenweit erste Modifikation des Triebwerkfans für eine Falcon 7X in Basel geliefert. Das Unternehmen hat von Pratt & Whitney die MRO-Genehmigung erhalten, die Fans an PW307A- und PW307D-Triebwerken zu modifizieren, die in Falcon 7X- und Falcon 8X installiert sind. Seitdem wurden ein Dutzend Modifikationen abgeschlossen. Foto Jet Aviation

10. Dezember 2020: Für 2020 erwartet der Genève Aéroport einen Verlust von rund 130 Millionen Franken. Dank den wichtigen Massnahmen, die zu Beginn der Corona-Krise ergriffen wurden und den neuen Massnahmen zur Kostenreduzierung im Herbst, könne auf Massenentlassungen verzichtet werden, teilt der Genfer Flughhafen heute mit.

Nach einem Anstieg des Flugverkehrs im Juli und August ging die Zahl der Passagiere im Herbst erneut stark zurück. Im November erreichte der Rückgang der Passagierzahlen 90,9 Prozent. Die Generaldirektion schätzt, dass die Zahl der Passagiere über das ganze Jahr gerechnet um mindestens 68 Prozent niedriger sein wird als 2019. Dies bedeute sechs Millionen weniger Passagiere. Angesichts dieser Entwicklung und der sich daraus ergebenden Auswirkungen auf die luftfahrttechnischen und sonstigen Einnahmen (Geschäfte, Restaurants, Parkplätze) werde Genève Aéroport 2020 einen Verlust von rund 130 Millionen Franken verzeichnen, heisst es in der Medienmitteilung.

Zur Bewältigung dieser Krise hat die Generaldirektion zahlreiche Kostensenkungsmassnahmen ergriffen. Sie wurden im Laufe des Herbstes ausgearbeitet und den Beschäftigten nach und nach bekannt gegeben. Seit Mitte März wurde Kurzarbeit eingeführt. Im Zeitraum April-November erreichte das durchschnittliche Niveau der reduzierten Arbeitszeiten 28,5 Prozent. Insgesamt gelang es Genève Aéroport, seine Kosten im Jahr 2020 (Personal- und Betriebskosten) gegenüber 2019 um 22 Prozent zu senken. 2021 werde der Flughafen in der Lage sein, die Höhe seiner Ausgaben trotz der erwarteten Erholung des Verkehrsaufkommens nahezu auf dem reduzierten Niveau von 2020 zu halten, heisst es weiter. Eine weitere Reduzierung der Investitionen um 30 Millionen Franken gegenüber 2021 wurde kürzlich beschlossen.

Für 2021 erwartet Genève Aéroport auf Grundlage eines Szenarios, das von einer Wintersaison mit einem begrenzten Passagieraufkommen und einer stärkeren Wiederaufnahme der Aktivitäten im Sommer ausgeht, einen Gesamtrückgang der Passagierzahlen um 40 bis 50 Prozent im Vergleich zum Referenzverkehr von 2019. In diesem Zusammenhang wird das Verkehrsaufkommen vom Jahr 2019 voraussichtlich erst 2024 wieder erreicht. In jedem Fall werde 2021 ein schwieriges Übergangsjahr sein, so der Aiport.

Trotz aller Unsicherheiten, die noch bestehen, und dank aller bereits ergriffenen Massnahmen hat der Vorstand heute den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Entscheidung bekannt gegeben, zum jetzigen Zeitpunkt kein Massenentlassungsverfahren, begleitet von einem Sozialplan, einzuleiten. Alle Bemühungen zielen darauf ab, die Kosten so weit wie möglich zu senken, gleichzeitig die Beschäftigten so weit wie möglich vor den Auswirkungen der Krise zu schützen und sicherzustellen, dass die Fähigkeit seitens Genève Aéroport, den beginnenden Aufschwung zu bewältigen, erhalten bleibt. Der Verwaltungsrat billigte diese Entscheidung auf seiner Sitzung vom 8. Dezember. Sollte sich die Situation im Laufe des Jahres 2021 aufgrund des Ausbleibens des erwarteten Aufschwungs weiter verschlechtern und sich ein Massenentlassungsplan dennoch als unumgänglich erweisen, würde der Prozess in Absprache mit den Arbeitnehmervertretungen und unter Einhaltung der geltenden Vorschriften durchgeführt, teilt der Flughafen Genf weiter mit.  pd

Zum Genève Aéroport

10. Dezember 2020: Der Tessiner Flughafen Lugano-Agno steckt seit längerem in einer existenziellen Krise. Auf der Suche nach Investoren, die den Flughafen weiterbetreiben wollen, gibt es nun einen Lichtblick. Luxaviation will zusammen mit den Amici dell’Aeroporto Flugverbindungen nach Genf und Bern mit King-Air-Turboprops anbieten.

Die Luxaviation-Gruppe, einer der weltweit grössten Betreiber von Geschäftsflugzeugen und Helikoptern, hat heute die Unterzeichnung einer Grundsatzvereinbarung mit Amici dell’Aeroporto (AA/p) aus Lugano bekannt geben. Die Vereinbarung hat zum Ziel, direkte Flugverbindungen von Lugano nach Genf und Bern einzurichten. Das Konsortium AA/p besteht aus der Ceresia Holding SA, einem Unternehmen, das sich zu 100 Prozent im Besitz von Sir Lindsy Owen-Jones befindet und der von der Familie Bonomi kontrollierten Investindustrial.

Die Partnerschaft ist Teil der Beteiligung von Amici Dell’Aeroporto an der Ausschreibung zur Privatisierung des Flughafens Lugano, die von der Stadt Lugano und dem Kanton Tessin veröffentlicht wurde. Amici Dell’Aeroporto plant zunächst zwei tägliche Hin- und Rückflüge nach Genf und einen täglichen Hin- und Rückflug nach Bern mit einer Flugzeit von nicht mehr als einer Stunde. Im Erfolgsfall ist eine Ausweitung des Flugangebotes vorgesehen. Die Flugverbindungen ab Lugano sollen mit neuen, verbrauchsarmen zehn- beziehungsweise achtsitzigen King Air 350 und King Air 250 durchgeführt werden.

Im September 2018 eröffnete die Luxaviation-Gruppe ein Büro in Lugano. Die internationale Businessaviation-Gruppe verfügt über ein AOC (Air Operator Certificate) für die Schweiz und ist FBO-Betreiber (Fixed Base Operator) am Flughafen Zürich. Zur Luxaviation Group gehören Luxaviation, Luxaviation Helicopters, Starspeed und ExecuJet. Die 1300 Mitarbeiter von Luxaviation arbeiten auf allen fünf Kontinenten. pd / eb

Mit solchen King-Air-Turboprops will Luxaviation zwischen Lugano, Genf und Bern fliegen. Foto Luxaviation

09. Dezember 2020: Nach zwei Jahren enger Zusammenarbeit mit der Stadt Singapur gab Volocopter heute die Zusage, Flugtaxidienste in den nächsten drei Jahren zu realisieren. Damit positioniere sich Singapur als erste Stadt in Asien, um kommerzielle Flugtaxidienste einzuführen, teilt Volocopter weiter mit. In Vorbereitung auf den kommenden Launch gründete Volocopter die Volocopter Asia Holding.  

Bereits im Oktober 2019 absolvierte Volocopter einen historischen Flug über der Marina Bay und gab den Zuschauern die einzigartige Möglichkeit, ein Gefühl für Urban Air Mobility zu bekommen. Vor diesem Flug eröffnete Volocopter ein Büro in Singapur, führte umfangreiche Flugtests durch und arbeitete eng mit mehreren strategischen Partnern, wie etwa dem Verkehrsministerium (Ministry of Transport, MOT) zusammen, um alle erforderlichen Sicherheitsauflagen vor der Genehmigung des Fluges zu erfüllen.

Bevor Volocopter kommerzielle Flugtaxis-Dienste in Singapur anbieten darf, benötigt das Unternehmen die erforderliche behördliche Genehmigung von der CAAS (Civil Aviation Authority of Singapore) und der Agentur für Flugsicherheit der Europäischen Union (EASA). Die kürzlich bekanntgegebenen Arbeitsvereinbarung der EASA mit der CAAS zur Validierung von Musterzulassung vereinfacht diese Genehmigung, da sie die zeitgleiche Validierung durch beide Behörden in enger Abstimmung ermöglicht. Bis die ersten kommerziellen Routen eröffnet werden, wird Volocopter zusammen mit den Beteiligten umfassende Tests und Flugerprobungen, Bewertungen und Zertifizierungsprozesse durchführen.

“Singapur ist für seine führende Rolle in der Anwendung neuer Technologien bekannt. Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Behörde für wirtschaftliche Entwicklung in Singapur (Economic Development Board) dem MOT und CAAS, im Rahmen unseres letzten Flugs zeigen, dass es keinen besseren Ort für uns gibt, um unsere Flugtaxisdienste in Asien erstmals anzubieten”, sagt Florian Reuter, CEO von Volocopter. “Die Forschungsinstitute der Stadt spielen dabei eine wesentliche Rolle. Themen wie Streckenvalidierung für den autonomen Betrieb, Materialwissenschaft und Forschung zur Batterietechnologie sind für unseren langfristigen Geschäftserfolg sehr wichtig.”

Die erste Route in der Löwenstadt wird voraussichtlich eine touristische Route entlang der südlichen Küste sein, die atemberaubende Ausblicke auf die Skyline der Marina Bay bietet. Dies könnte Singapur in Folge der Covid-19-Pandemie eine neue Attraktion zur Förderung der landeseigenen Tourismusindustrie bieten. Zukünftige Verbindungen könnten auch grenzüberschreitende Flüge sein, die die regionale Anbindung insbesondere an benachbarte Wirtschaftszentren verbessern könnten, teilt Volocopter weiter mit.

In den kommenden drei Jahren wird Volocopter ein lokales Team von 50 Piloten, Ingenieuren, Betriebsspezialisten und Führungskräften aufbauen. Das Unternehmen plant, bis 2026 über 200 Vollzeitkräfte in Singapur einzustellen, um ein Netz von Routen zu realisieren. Gemeinsam mit lokalen Institutionen wie dem Fraunhofer Singapur an der Technischen Universität Nanyang, arbeitet Volocopter an Forschungs- und Entwicklungsprojekten vor Ort.

“Urban Air Mobility ist ein aufstrebender Bereich innerhalb des breiteren Mobilitätssektors, den wir als Wachstumsindustrie für Singapur identifiziert haben”, sagte Tan Kong Hwee, Executive Vice President, Economic Development Board. “Singapur ist ein wichtiger regionaler Teststandort für autonome Autos, Elektrofahrzeuge und Urban Air Mobility, einschliesslich des erfolgreichen Testflugs von Volocopter im Jahr 2019. Wir freuen uns, dass Volocopter Singapur ausgewählt hat, um seine kommerziellen und Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten zu verankern. Dies wird dazu beitragen, neue Fähigkeiten für unser Mobilitätsökosystem aufzubauen und viele spannende Möglichkeiten für Singapur zu schaffen.”

Volocopter-Flugtaxis sind emissionsfreie, elektrisch angetriebene Luftfahrzeuge, die senkrecht starten und landen. Sie sind als Ergänzung zur städtischen Mobilität konzipiert und fliegen bis zu zwei Passagiere direkt und leise an ihr Ziel. Als solche werden sie eine ganz neue Dimension der Lebensqualität in Städten bieten.  pd

 

 

07. Dezember 2020: Die grösste Luftfahrtmesse der Welt in Paris findet 2021 nicht statt.  Wegen der Corona-Pandemie haben die Veranstalter heute den Pariser Aerosalon vom von 21. bis 27. Juni 2021 abgesagt. Zudem wird auch das World Economic Forum WEF Mitte Mai nicht in der Zentralschweiz, sondern in Singapur stattfinden.

Die Corona-Pandemie wirkt sich bereits auf Veranstaltungen von Mitte 2021 aus: Am Tag, als die Veranstalter der ältesten und grössten Luftfahrtmesse in Paris die Absage für 2021 kommunizierten, teilte auch die WEF-Organisation mit, dass das Wirtschafts- und Politikforum 2021 vom 18. bis 21. Mai in Singapur stattfinden wird. Damit gehen der Schweizer Tourismus- und Aviatikbranche wertvolle Einnahmen verloren. 2022 soll das WEF aber wieder in Davos durchgeführt werden.

Nach wie vor geplant ist die AERO Luftfahrtmesse vom 21. bis 24. April 2021 in Friedrichshafen am Bodenssee. Auch die Business Aviation Messe EBACE in Genf soll vom 18. bis 21. Mai (gleichzeitig wie das WEF) stattfinden. Gemäss Website nehmen die Veranstalter noch bis am 8. Januar 2021 Anmeldungen entgegen.  hjb

Zur Paris Air Show

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07. Dezember 2020: Ihren 116. Airbus A380 hat Emirates am 5. Dezember erhalten. Zwei weitere sollen noch dieses Jahr folgen, wie die Golf-Airline mitteilt. Emirates wird dann noch fünf weitere, darunter auch den letzten aller 251 gebauten A380 erhalten, Medienberichten zufolge aber erst 2022. Bis dahin sollen auch alle ihre Superjumbos wieder in der Luft sein. Derzeit fliegen gemäss „planespotters.net“ nämlich nur 15. Insgesamt hat Emirates 123 A380 bestellt.

Die 116. A380 von Emirates ist die A6-EVL, sie ist in den frühen Morgenstunden des vergangenen Samstags in Dubai eingetroffen. Der Auslieferungsflug wurde mit einer Mischung aus konventionellem und nachhaltigem Kerosin betrieben. Es war das erste Mal, dass Emirates nachhaltigen Kraftstoff für den Antrieb einer A380 verwendet hat. Der für den Flug verwendete Biokraftstoff wurde in Finnland aus gebrauchtem Speiseöl hergestellt. „Wir beobachten die Entwicklungen im Bereich des nachhaltigen Flugtreibstoffs sehr genau und freuen uns auf die Zeit, in der er in grossem Massstab und zu wettbewerbsfähigen Kosten hergestellt werden kann“, kommentiert Sir Tim Clark, President Emirates Airline.

Die Airline betreibt eigenen Angaben zufolge ein umfangreiches Treibstoffüberwachungssystem. Am Boden setzt sie, wo immer möglich, treibstoffeffiziente Verfahren ein, wie etwa  den Einsatz von Triebwerken, die weniger Energie verbrauchen, und das Abschalten von einem oder zwei Triebwerken beim Rollen nach der Landung. Weitere Initiativen umfassen Leerlauf- Umkehrschub bei der Landung, Verbesserungen der Ladeeffizienz, Gewichtsmanagement des Flugzeugs und die Einführung elektronischer „Flight Bags“ für die Cockpitbesatzung.

Emirates erhalte im Dezember noch zwei weitere A380, von denen eine mit der lange erwarteten Premium-Economy-Class ausgestattet sein werde, teilt die Airline weiter mit. Derzeit setzt Emirates A380 nach Kairo, Amman, Paris, London, Guangzhou, Manchester und Moskau ein. Kürzlich wurde der Flugbetrieb in London-Heathrow auf bis zu vier tägliche A380-Flüge ausgeweitet. Der Doppeldecker stelle seine Vielseitigkeit auch dadurch unter Beweis, dass er als „Mini-Frachter“ auf ausgewählten Fracht-Charterflügen eingesetzt wird, um dringend benötigte Güter über das Streckennetz von Emirates zu transportieren. Gemäss „planespotters.net“ waren am 7. Dezember aber nur 15 der total 116 A380 von Emirates im Einsatz.  hjb

Erstmals hat auf dem Ablieferungsflug ihres 116. A380 erstmals nachhaltigen Treibstoff verwendet. Foto Emirates

 

05. Dezember 2020: Am Dienstag, 8. Dezember, um 18.30 Uhr wird der neuste Dassault-Businessjet, die Falcon 6X, ihren Rollout haben. Und zwar als erster E-Rollout in der Geschichte der Luftfahrt, denn die Zeremonie wird live im Internet übertragen.

Der Rollout ist jeweils ein besonderer symbolischer Moment, der einen Meilenstein im Leben eines Luftfahrtprogramms darstellt. Es sei ein Meilenstein, den die Kunden, Partner und Mitarbeiter mit Spannung erwarten, teilt Dassault mit. Deshalb erfindet der französische Flugzeughersteller diese diese Tradition neu, indem er sie an den Kontext von Covid-19 anpasst: Der Rollout des neusten Geschäftsflugzeug Falcon 6X in Bordeaux-Mérignac wird daher in einer Videoübertragung von gezeigt, am Dienstag, 8. Dezember, ab 18.30 Uhr Pariser Zeit.

Die Veranstaltung wird live im Internet auf der Website http://www.Falcon6Xrollout.com sowie auf

https://www.youtube.com/user/MyFalconJet übertragen.

Mit über 10‘000 Militär- und Zivilflugzeugen (einschliesslich 2500 Falcon-Jets), die in mehr als 90 Ländern ausgeliefert wurden, hat Dassault Aviation weltweit anerkanntes Know-how in Bezug auf Design, Entwicklung, Verkauf und Support aller Flugzeugtypen, einschliesslich des Kampfjets Rafale, Militärdrohnen und Raumfahrtsystemen. 2019 erzielte Dassault Aviation einen Umsatz von 7,3 Milliarden Euro. Das Unternehmen beschäftigt 12’750 Mitarbeiter.  hjb

05. Dezember 2020: In rund 60 Rotationen hat ein Kaman K-Max von Rotex Helicopter im Hardwald zwischen Bülach und Glattfelden am 3. Dezember rund 100 Tonnen Holz ausgeflogen. Dank dieser Baumfällaktion bleibt die Bahnlinie Bülach-Glattfelden von umstürzenden Bäumen geschützt, ebenso die parallel dazu verlaufenden Stromleitungen.

Wie von Rotex zu erfahren war, standen rund 15 ihrer Fachleute im Einsatz. Den K-Max HB-ZGK steuerte Pilot Charles Corthay. Insgesamt wurden 40 Bäume ausgeflogen. Neben jenen direkt an den Bahngeleisen wurden auch noch einige im umliegenden Wald gefällt, damit dieser lichter wird. Solche Aktionen finden auch im Rahmen eines Ökologieprojektes statt.  Fotoreport Hansjörg Bürgi